Auf keinem Gebiet hat sich in den letzten fünfzehn Jahren ein solch extremer Wandel in den Methoden, Werkzeugen und Materialien eingestellt wie bei der Unfallreparatur. Das bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Berufsausbildung des Karosseriebautechnikers. Das Aufgabengebiet der Karosseriebautechniker umfasst die Anfertigung, Reparatur und Wartung von Fahrzeugaufbauten sowie Umbau- und Einbauarbeiten an Fahrzeugkarosserien. Da bei der industriellen Serienfertigung von Fahrzeugen in der Regel vollautomatisierte Produktionsanlagen eingesetzt werden, stellen Karosseriebautechniker vorwiegend Karosserien für Spezialfahrzeuge (z.B. Feuerwehrwagen, Kühlwagen, Tankwagen) her. Weiters erzeugen sie Sonderaufbauten für Lastkraftwagen (z.B. Kipper) sowie komplette Anhänger, insbesondere für Nutzfahrzeuge. Bei Reparaturarbeiten an Oldtimern oder einzelgefertigten Fahrzeugen werden auch Arbeiten am Fahrgestell durchgeführt.
Der Aufgabenschwerpunkt liegt im Reparaturbereich, wobei das Beheben von Verschleißschäden (z.B. Rostschäden), die an Karosserien auftreten, im Mittelpunkt steht. Dabei werden defekte Karosserieteile aus Kosten- und Zeitgründen häufig ausgewechselt. Im Rahmen der Wartungsarbeiten sind vor allem Rostschutzbehandlungen (Unterboden- und Hohlraumschutz) an Fahrzeugen vorzunehmen. Der Karosseriebautechniker soll Kenntnise in der Farbenlehre haben sowie die für diesen Beruf notwendigen allgemeinen und speziellen Lackiertechniken kennen. Spezielle Lackierungen: Designlackierungen und Fahrzeugbeschriftungen.

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